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I Geschichte I

Ein Ambos aus dem 15. Jahrhundert: Die (unglaublich) lange Geschichte der Firma Metall-Auer

Im Jahr 1600 scheint der Mayster Mördt, „Schmit im Tobl zu Rutzenberg“, in den Pfarrmatrikeln von Wernstein namentlich auf. Doch die Hammerschmiede zu Rutzenberg gab es zu dieser Zeit offensichtlich bereits seit über hundert Jahren. Dies belegt ein Amboss, der bei historischen Nachforschungen entdeckt wurde und die Jahreszahl 1456 trägt.

1600 bis 1616 war der Mayster Mördt als Schmit im Tobl zu Rutzenperg tätig. In den Jahren von 1616 bis 1680 folgten auf den Mayster Mördt zuerst die Steininger und dann über mehrere Generationen hinweg von 1680 bis 1773 die Hauzinger.

1773 bis 1811 betrieb ein gewisser Hölzl Peter die Schmiede, zwischen 1811 bis 1822 der Osterkorn Anton.

1822 schlug dann die Stunde der Familie Auer: Am 19.2.1822 heiratet die Hammerschmiedtochter Osterkorn Kreszenz den Hammerschmiedsohn von Kneiding (Schardenberg), einen gewissen Johann Auer. Und von diesem Zeitpunkt an bis zum heutigen Tag, also seit über 180 Jahren, ist die Schmiede zu Rutzenberg im familiären Besitz der Auers:

Am 12.6.1823 wird der Sohn von Kreszenz und Johann geboren, ebenfalls getauft auf den Namen Johann. Am 1.3.1855 heiratet dieser Johann Auer die Frau Maria Bauer aus Brunnenthal (womit die beinahe ebenso lückenlose Tradition der Ehefrauen namens Maria begründet war).

Am 17.6.1856 werden Johann und Maria Auer Eltern eines Sohnes – des nächsten Johann Auer.

1872/1873 wird die Hammerschmiedkapelle erbaut

Am 5.8.1890 heiratet Johann Auer jun. die Haberl Theresia aus Brunnenthal – die ihm am 10.7. 1892 einen Sohn schenkt: Johann Auer, selbstverständlich. Dieser übernimmt im Jahre 1915 von seinem Vater den Betrieb und heiratet 1924 Frau Maria Bangerl. Einziges Kind aus dieser Ehe: Johann Auer.

Am 7.8.1939 brennt ein Stadel ab; die Brandursache ist bis heute unbekannt.

Im Dezember 1943 kommt es erneut zu einem Brand, dem diesmal das Wohnhaus und der Stall zum Opfer fielen. Als Brandursache wird Brandstiftung vermutet, aber der Nachweis kann nie erbracht werden.

Die Grundmauern der Jahrhunderte alten Hammerschmiede mit ihrer Grundfläche von ca. 120 m² blieben jedoch glücklicherweise von den Flammen verschont und sind bis heute erhalten.

In der alten Hammerschmiede sind zudem bis heute 2 Schwanzhämmer, die durch ein Wasserrad angetrieben werden, 2 Ambosse und 2 Essen funktionsfähig erhalten geblieben. Um die Erhaltung der Schmiede kümmert sich Herr Johann Auer, der heutige Seniorchef, mit viel Geduld und Liebe.
> Mehr Informationen + Video über die alte Hammerschmiede -
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In den Jahren 1960 bis 1989 führen Schmiedemeister Auer Johann und seine Frau Maria, geb. Reiter, das Unternehmen, nachdem er es wiederum von seinem Vater übernommen hatte. Sie bauen 1965 eine Werkstätte mit ca. 700 m². Beide sind bis heute sehr aktiv im Betrieb tätig.

1989 übergibt Johann Auer den Betrieb an seinen Sohn Erich Auer, die Auer Metallbau GesmbH. wird gegründet und das neue Büro und Sozialräume mit einer Gesamtgröße von ca. 100 m² werden eingerichtet.

1997 vermählt sich Erich Auer mit Maria Berndorfer aus Schardenberg (Kinder aus dieser Ehe: Hans-Peter und Theresa Auer). Im selben Jahr wird der alte Heustadl abgerissen und statt dessen eine Produktionsstätte mit ca. 1000 m² Fläche sowie neue Büroräume mit ca. 100 m² erbaut.

Ab 2001 folgt eine weitere Phase großer Investitionen: Zunächst erfolgte der Neubau einer zusätzlichen Betriebsstätte mit 2600 m² Produktionsfläche, eines Bürogebäudes mit 600 m² sowie einer betriebseigenen Kläranlage.

2007 wächst das Unternehmen Auer endgültig aus der Enge des Dobl zu Rutzenberg heraus: Am neuen Standort in Sachsenberg wird eine neue Produktionsstätte mit 3.000 m² Fläche errichtet, in der eine Großraumpulverbeschichtungsanlage untergebracht ist, mit der das Leistungsspektrum der Firma Auer abgerundet wird.

Somit lauten die zentralen Betriebsdaten im Jahr 2008:
Gesamtproduktionsfläche (inklusive Büroräumen): ca. 10.000 m² überdacht.
Verbaute Betriebsfläche : 35.000 qm²
Mitarbeiter: ca. 100 Personen

 

Two functioning tilting hammers powered by a water wheel, two anvils and two blacksmith’s chimneys still survive in the old hammer mill today. The upkeep of the mill is taken care of with much patience and love by Mr. Johann Auer, the current senior partner.
More information + Video about the old hammer mill – click here